Eine gebrochene Kette startet neu — das Comeback zählt.
Fast jede seriengetriebene App ist um eine einzige Belohnung herum aufgebaut: den ununterbrochenen Lauf. Dieses Design hat einen versteckten Preis — es hat nur der Version von einem etwas Gutes zu sagen, die nie ausgerutscht ist, was bedeutet, dass der Moment, den fast jeder tatsächlich erlebt — eine Kette brechen und neu beginnen —, bestenfalls unsichtbar bleibt und schlimmstenfalls beschämend wirkt. Das erste Comeback existiert, um das zu korrigieren. Es ist eine eigens benannte Leistung, die beim ersten Neustart einer Gewohnheit nach einem echten Kettenbruch ausgelöst wird — kein reparierter oder ausgelassener Tag, sondern ein tatsächlich neues Segment nach einer echten Lücke. Die Kette tut nicht so, als wäre der Bruch nie passiert; das alte Segment bleibt genau so in der Historie erhalten, wie es war. Aber die App lässt diesen Bruch auch nicht das letzte Wort haben. Das Zurückkommen erhält eine eigene Anerkennung, zusätzlich zu gewöhnlichen täglichen Abschlüssen, weil ein Neustart nach einem echten Rückfall eine schwerere und bedeutsamere Leistung ist als nie auszurutschen. Das ist eine bewusste Wette gegen Alles-oder-nichts-Denken: Wenn das einzige gute Ergebnis, das eine App anerkennt, eine makellose Serie ist, verliert am Ende jeder, weil irgendwann jeder eine Kette bricht. Das Comeback statt nur die Serie zu belohnen, ist genau das, was es möglich macht, eine Gewohnheit über Jahre weiter aufzubauen, statt beim ersten echten Rückschlag aufzugeben.